Bloggen: Do’s & Don’ts

Bloggen ist Volkssport. Viele, besonders Jüngere, bloggen in ihrer Freizeit. Einige, wenige, verdienen damit sogar ihr Brot. Dabei ist es klar, dass sich unter der Masse der Blogs nicht nur Perlen verstecken. Viele Blogs sind spontane Ideen, verworfen nach kurzer Zeit oder lustlos liegengelassen, da die Resonanz fehlte. Einen Blog so zu schreiben, dass er gut wird, ist gar nicht so schwer. Man sollte ein paar Grundrichtlinien beachten, dann hat an schon das Gröbste geschafft. Viele Punkte sind durchaus einleuchtend, aber oft werden sie einfach im Eifer des Gefechts vergessen bzw. sträflich vernachlässigt. Daher hier unsere Liste der Do’s & Don’ts beim Bloggen.

Do’s

  • Richtiges Theme auswählen

Das richtige Theme ist immens wichtig. Dabei geht es nicht um das Thema, sondern das Layout des Blogs. Das sollte zunächst natürlich für einen selber ansprechend sein. Da gehen die Geschmäcker weit auseinander. Aber neben den persönlichen Vorlieben, sollte auch das Thema des Blogs bedacht werden. Ein Blog über Rezepte benötigt wahrscheinlich eher Platz für Bilder, als für Text. Wenn es kurze Backanleitungen sind, kann die Schrift schnörkeliger oder „schwerer“ lesbar sein, als es bei einem texthaltigen Blog ratsam wäre. Wer viel Text postet, in einer schwer lesbaren Schrift, klein und ohne viel Abstand, der wird potenzielle Leser eher abschrecken.

 

  • Texte korrigieren

Auch wenn dieser Punkt extrem simpel erscheint, kann er das Niveau des Blogs erheblich erhöhen. Niemand liest gerne texte, die vor Tippfehlern oder Grammatikfehlern nur so strotzen. Natürlich können sich immer mal Fehler einschleichen, aber generell sollte ein Artikel frei davon sein. Natürlich zählt zu einem guten Text auch, dass er gut recherchiert ist. Das ist bei eigenen Erlebnissen eher weniger wichtig, aber bei News oder Fachsimpeleien sollte der Blogartikel gut recherchiert und dementsprechend fundiert sein. Man möchte ja schließlich seinen Lesern einen Mehrwert liefern.

 

  • Aufgabenliste erstellen

Wenn man sich daran macht einen Blog zu erstellen, hat man meist einen Haufen Ideen, die man umsetzen möchte. Besonders fallen einem viele Themen für Artikel ein. Um da einen Überblick zu behalten, ist es vorteilhaft eine Aufgabenliste zu führend. Diese kann einfach über ein To-Do-Tool geschehen. So hat man ständig seine Themen und Aufgaben im Blick und kann sie gleichsam planen und terminieren. So verliert man nicht den Überblick.

 

  • Vernetzen

Ein Blog alleine ist kaum denkbar. Blogs, die hauptsächlich Bilder beinhalten, sollten auch via Pinterest, Instagram und Co. verlinked sein, Texte auch über Facebook und Twitter. So kann man mehr Visits verbuchen und macht andere auf sich aufmerksam. Besonders bei Blogs, mit denen man Geld verdienen möchte, ist die Vernetzung wichtig. Dazu zählen auch Links zu anderen Blogs oder Gast-Artikel.

 

  • Mehr Geld durch Mehr-Wert

Jeder, der Geld mit seinem Blog verdienen möchte, ist auf viele Follower und Visits angewiesen. Um den Traffic auf der Seite zu erhöhen und Leser dauerhaft zu halten, ist es sinnvoll Gratis-Content zu stellen. Das können Leseproben von Texten sein, oder Tipps zu bestimmten Themen oder, oder, oder. Die Idee dahinter ist es dem Leser einen Mehrwert zu verschaffen. Denn nur, wenn ein Leser auch das Gefühl hat, aus dem Blog etwas für sich mitnehmen zu können, wird man ihn als dauerhaften Leser behalten können. Und nur ein dauerhafter Leser generiert letztendlich Geld. Das gleiche gilt natürlich auch für nicht-kommerzielle Blogs. Denn auch ein Freizeit-Blogger möchte natürlich viele Follower.

 

 

Don’ts

  • Nicht auf Kommentare antworten

Etwas, das User nervt, ist das fehlen von Antworten auf Kommentare. Natürlich müssen Kommentare wie „toller Blog“ nicht unbedingt beantwortet werden, aber jeder Leser freut sich, wenn sein Kommentar wertgeschätzt wird. Kommentare, die Fragen enthalten, sollten wiederum beantwortet werden. Das zeigt das Interesse des Bloggers am Leser und macht dem Leser deutlich, dass sich jemand um den Blog kümmert und der Blog nicht etwa „tot“ ist.

 

  • Rechtliches ignorieren

Der schlimmste und ggf. teuerste Fehler, den ein Blogger machen kann, ist es das Rechtliche zu ignorieren. In jeden Blog, auch privaten, gehört ein Impressum. Außerdem müssen die Rechte der anderen Blogger gewahrt werden. Das bedeutet, dass man keinen Inhalt einfach kopieren darf. Das gilt für Zitate, Photos, Bilder, Videos oder Textabschnitte. Selbst kleine Vorschauen von Links sind eine juristische Grauzone. Und es wird mittlerweile schnell abgemahnt. Das kann teuer werden. Daher sollte man den Urheber stets nach Erlaubnis fragen oder den Inhalt, wie die Bilder, lieber gleich selber machen.

 

  • Unregelmäßig bloggen

Ein weiteres Problem bei vielen Blogs ist das unregelmäßige Bloggen. Es kommt bei Blogs mehr auf Regelmäßigkeit an, als auf viel Inhalt in kurzer Zeit. Man sollte sich zu Beginn des Blogs genau überlegen, wie viel Freizeit man dem Blog widmen möchte. Die wenigsten Hobby-Blogger schaffen es wirklich jeden Tag zu posten. Normalerweise nimmt dann die Qualität ab, weil es hektisch wird, oder es wird ganz ausgelassen. Besser ist es einmal die Woche oder alle zwei Wochen zu posten. So hat man auch genügend Zeit, sich neuen Inhalt auszudenken und diesen richtig zu bearbeiten. Denn auch wenn man „nur“ einmal im Monat postet gilt: Qualität vor Quantität.

 

  • Unübersichtlichkeit

Das ist besonders bei langen und alten Blogs ein Problem. Wenn die Artikel nicht richtig sortiert sind, verliert sich der Leser meist in einem Wust aus Artikeln und Bildern. Die richtige und sinnvolle Kategorisierung ist essenziell, damit man selber und der Leser einen Überblick über die Seite behält.

 

  • Blog veralten lassen

Bei diesem Punkt handelt es sich nicht um das Einstellen von neuen Posts, sondern darum Neuerungen zu ignorieren. Um interessant für die Leser zu bleiben, ist es wichtig neue Features einzuführen. Dabei muss man kein Vorreiter sein. Aber wer heute keine Social-Media-Buttons hat, gehört zum alten Eisen. Demnach muss man mit dem Zeitgeist gehen und heute Pinterest, Vine und Co. neben den Klassikern wie Facebook und Twitter am Start haben.