Grimme Online Award geht an größten Netz-Blog

netzblog-01Seit 2001 wird der Grimme Online Award vom Grimme-Institut in vier Kategorien vergeben. Dieses Jahr geht der Grimme Online Award SPEZIAL an den Blog netzpolitik.org, welcher als „die gewichtigste deutsche Stimme eines unabhängigen Internet und seiner Nutzer‟ von der Jury beschrieben wird.

Den Machern sei es gelungen, „ein Sammelbecken für jene Opposition zu sein, die nicht hinnehmen will, dass das freie Netz zerstört oder zumindest eingeschränkt wird. Zusammen mit einer stetig wachsenden Community schafft es das mittlerweile auf 30 Autoren angewachsene Team, digitale Themenfelder zu besetzen, um so auch eine Anlaufstelle für die klassischen Medien zu werden“, so die Jury.

netzpolitik.org

netzpolitik.orgnetzpolitik.org befindet sich auf Platz 22 der Deutschen Blogcharts, welche die Resonanz in sozialen Netzwerken mittels der Anzahl an Likes, Shares, Tweets, +1-Klicks und Kommentaren durch den Dienst 10000flies.de misst und daraus ein monatliches Ranking erstellt. Auch wenn es nur ein repräsentatives Beispiel aus einer großen Masse hochwertiger Blogs darstellt, gibt netzpolitik.org dennoch einen guten Einblick in einen spezifischen Bereich der deutschen Bloggerszene: Die Auseinandersetzung mit der digitalen Gesellschaft.

Der Blog behandelt vorwiegend Themen zur digitalen Freiheit im Netz, darunter Open Source-Software, Creative Commons und die Rolle des Staates (etwa bei der Telekommunikationsgesetzgebung). 2014 feiert der Blog Jubiläum: Seit zehn Jahren ist die jetzige Version online. In dieser Zeitspanne sind nach eigenen Angaben „fast 15.000 Artikel von insgesamt 72 Autorinnen und Autoren erschienen und wurden 167.000 mal kommentiert“. Auf Facebook finden sich über 25.000 Gefällt mir-Angaben.

Markus Beckedahl, Journalist aus Berlin, betreibt und betreut den Blog seit Beginn. In der Selbstdarstellung beschreibt er die Ausrichtung der Plattform: ‟Wir thematisieren die wichtigen Fragestellungen rund um Internet, Gesellschaft und Politik und zeigen Wege auf, wie man sich auch selbst mithilfe des Netzes für digitale Freiheiten und Offenheit engagieren kann.‟


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